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Liebe Tierfreunde,

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Fotos: Tierheim

viele von euch fragen sich, wie sieht der Tierheimaltag während der Corona Pandemie aus?
Unter Berücksichtigung der Hygienemaßnahmen, wird unsere Arbeit Tiere zu schützen und zu helfen nicht weniger.

Im Gegenteil: Alleine in den letzten Wochen, nahm die Anzahl der Tiere schlagartig zu die unsere dringende Hilfe benötigten. Ältere Tiere deren Besitzer verstorben sind, Katzenmamas mit ihren Babys, Flaschenkinder die ihre Mama verloren haben, bis hin zu trächtigen Katzen, fanden sofortigen Schutz bei uns im Tierheim.

Jeder neue Schützling bekommt bei uns ein warmes Plätzchen, tierärztliche Versorgung und viel Liebe.

Doch die Corona-Krise stellt das Hersbrucker Tierheim vor eine große finanzielle Herausforderung, sind alle wichtigen Veranstaltungen, auf deren Einnahmen wir dringend angewiesen sind abgesagt. Ein schwerer Schlag für uns, da wir uns überwiegend aus Spenden und Mitgiedsbeiträgen finanzieren.

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Sie möchten dem Hersbrucker Tierheim und seinen Schützlingen in dieser schwierigen Zeit helfen? Dann freuen wir uns sehr über eine Spende!

Spenden können Sie über:
PayPal:hersbrucker-tierheim@web.de
oder Sparkasse Nürnberg
IBAN: DE85760501010190034017
BIC: SSKNDE77xxx
https://hersbrucker-tierheim.com/pages/spenden.html
Jeder kleine Beitrag hilft, die Versorgung unserer Tiere zu gewährleisten
Ihre Spende ist steuerlich absetzbar.

Passen Sie gut auf sich auf und beiben Sie gesund.

Hersbrucker Tierheim
Hopfau 2a
91217 Hersbruck
Tel: 09151/6095923
hersbrucker-tierheim@web.de
www.hersbrucker-tierheim.de
Bürozeit: Montag bis Freitag von 8:00-17:00
Öffnungszeiten: Nach telefonischer Terminabsprache

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Fotos: Tierheim



Wie viel Leid erträgt ein Tierpfleger?

Zu Beginn hört sich Tierpfleger toll an. Oft wird über uns gedacht, dass wir einfach so aus Spaß an der Freude hier sind und man für den Beruf des Tierpflegers keine Ausbildung bräuchte.
Doch das ist nicht so! Jeder Tierpfleger muss eine drei jährige Berufsausbildung absolvieren.
Als Nächstes denken die meisten wahrscheinlich, man kuschelt und spielt den ganzen Tag mit süßen Babykatzen. Geht große weite Runden Gassi mit den Hunden und streichelt Meerschweinchen, Kaninchen und Co.

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Foto: Tierheim

Aber dieser Schein trügt. Wir als Tierpfleger müssen uns sehr viel Leid annehmen, denn zu uns kommen nicht nur super gesunde und quietsch-fidele Tiere sondern auch misshandelte, zurückgelassene, ausgesetzte und verwahrloste Tiere.
Viele Leute meinen es gut mit ihren Tieren, merken aber nicht wie schlecht es ihren Schützlingen bei Ihrer falsch verstandenen „Tierliebe“ geht. Oft werden diese dick und krank gefüttert und wenn die Besitzer merken es wächst ihnen alles über den Kopf werden sie ins Tierheim abgeschoben.
Wir dürfen uns dann mit den Spätfolgen befassen und müssen auch über Leben und Tod entscheiden. Ob das Leben dieses Tieres überhaupt noch lebenswert ist, mit einem Erkrankungsbild ohne Aussicht und Hoffnung auf Heilung.

Ein weiteres trauriges Schicksal ereilt meist die Katzenwelpen, die von unkastrierten Katzen in der freien Wildbahn geboren und kurze Zeit später verstoßen werden. Denn die Kleinen erliegen meist dem Katzenschnupfen, werden dadurch schwächer und von der Mutter verstoßen.
Solche Sorgenfellchen landen auch bei uns. Mit zu geeiterten Augen, extremst unterernährt, total verrotzt, sodass sie kaum noch atmen können. Diesen nehmen wir uns mit Herzblut an und versuchen sie wieder auf die Pfötchen zu stellen.
Wir sind 24/7 für die Tiere da und dann schmerzt es umso mehr wenn es das Katzenbaby am Ende nun doch nicht überlebt, weil es einfach zu schwach war.

Bewusst illegale Hunde – und Katzenzuchten, die vollkommen aus dem Ruder gelaufen sind, sind auch für uns als Tierpfleger eine große Belastung, da die Vorbesitzer den Überblick verloren haben und so Inzest oft eine große Rolle spielt. Hunde und Katzen mit fatalen Fehlstellungen und Verkrüppelungen der Gliedmaßen. Aber auch FIP und FIV werden durch Inzest gefördert.

Nun das was uns am traurigsten macht sind „Fundtiere“ bei denen wir wissen, sie haben ein Zuhause aber die Leute wollen sie nicht mehr haben und setzen sie einfach vor die Tür. Dem eigenen Schicksal überlassen. Meist ereilt diese Grausamkeit die älteren Tiere, denen es dann auf ihre letzten Tage noch einmal schwer gemacht wird ein neues Zuhause zu finden. Denn die meisten Interessenten wollen alle junge, kleine, goldige und brave Welpen. Kaum jemand möchte sich einem schon in die Jahre gekommen Tier annehmen. Unser größter Wunsch ist es, dass unsere Schützlinge ihren Lebensabend in einem neuen Heim verbringen dürfen und nicht bei uns im Tierheim.

Das letzte Leid, dass uns in der heutigen Zeit immer öfter ereilt sind Hundebabys aus dem illegalen Welpenhandel vom In – und Ausland. Denn auch hier bei uns im Nürnberger Land ist das Elend nicht weit. In den letzten Jahren hatten unsere Notdienstfahrer immer häufiger Welpen die einfach am Straßenrand ausgesetzt worden sind und noch dazu viel zu jung um von ihrer Mutter getrennt zu werden. Leider kam in den meisten Fällen jegliche Hilfe zu spät und die Kleinsten mussten von ihrem Leid erlöst werden.

Da der unangemessene Umgang mit Tieren allerdings nie enden wird,
darf unser Engagement auch nicht erlöschen.

Bitte helfen Sie uns, damit wir weiter den Tieren helfen können.

Spendenkonto :
Sparkasse Nürnberg
Kennwort: Kaninchen
IBAN: DE85760501010190034017
BIC: SSKNDE77xxx

Gerne senden wir Ihnen eine Spendenquittung zu.


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Bild: Privat

„Nicht jeder ist in der Position Tieren zu helfen, aber jeder ist in der Position Tieren nicht zu schaden.“
Anthony Douglas Williams

Ein Zitat, was mir persönlich sehr ans Herz geht, da leider auch im Jahr 2019 unser Tierheim mehrfach auf eine harte Probe gestellt wurde.

Tierabnahmen in hoher Stückzahl, hilflose Katzenkinder sowie Tierabgaben in denen schwere Krankheiten verschwiegen worden sind füllten unsere Tierzimmer oft in wenigen Tagen. Wenn wir uns umsehen, dann erkennen wir sehr viel Grausamkeit im Umgang mit unseren Mitgeschöpfen. Tiere werden oft ausgebeutet, für eigene Zwecke missbraucht und wenn das „ geliebte Tier“ nicht mehr zur Lebenssituation passt, dann muss die Abgabe in unser Tierheim immer ganz schnell gehen, ohne nach möglichen Lösungen zum Wohle des Tieres zu suchen. Gerade die alten Tiere die bei uns Schutz fanden und Ihren Lebensabend bei uns verbringen duften, für diese war es besonders schwer. Viel zu oft war im Jahr 2019 unser Tierheim nicht nur Tierheim sonder ein Hospiz für unsere Schützlinge. Tiere die unheilbar/ chronisch krank waren, und wir diese in der letzten Phase ihres Lebens begleitet und versorgten. Während meiner 11 Jahre als Vorsitzende des Tierschutzvereins Hersbruck habe ich schon viel Leid und Grausamkeiten erleben müssen.

Aber es gibt auch eine Kehrseite: Ich habe viele Menschen kennenlernen dürfen, die sich aufopferungsvoll um Tiere kümmern. Die nicht wegschauen sondern sich einsetzten. Hier gilt mein besonderer Dank allen Helferinnen und Helfern, die sich 24 Stunden 365 Tage im Jahr um unsere Tiere liebevoll kümmern. Ich weiß, oft kamen wir an unsere Grenzen, doch die Liebe, die wir von unseren Schützlingen geschenkt bekommen haben, gibt uns die Kraft und Motivation stetig weiterzumachen.

Das Tierheim ist keine staatliche und städtische Einrichtung

Viele vermuten noch immer das hinter dem Hersbrucker Tierheim aufgrund des Namens eine städtische Einrichtung steht. Dem ist nicht so. Hinter dem Hersbrucker Tierheim steht der renommierte Tierschutzverein Hersbruck und Umgebung - "tierisch in action" - Einsatz für Tiere und Umwelt e. V. Die schnelle Hilfe unserer Schützlinge steht bei uns an erster Stelle, allerdings kostet dieses wichtige Engagement viel Geld. Unterhaltskosten wie Strom. Wasser, Heizung, Benzin, Tierarzt – und Medikamente, Instandhaltung und ständige Erneuerungen am Gebäude und Gelänge sowie Personal
Wir reden hier also über monatliche Kosten von ca.12.000 €.

An dieser Stelle sei auch gesagt, dass diese Kosten deutlich höher wären, wenn nicht so viele Menschen bereit wären sich ehrenamtlich im Tierheim zu engagieren. Es sind hier oft Dinge, die nach außen als „Kleinigkeit“ wahrgenommen werden oder als ganz selbstverständlich, wie z.B. das Notfalltelefon. Auf unserem Notfalltelefon sind wir Tag und Nacht zu erreichen. Dass sich aber kein Tierheim einen Mitarbeiter für „Rund-um-die-Uhr-Einsätze und Bereitschaft“ leisten kann, dürfte klar sein. Aus diesem Grunde wird das Notfalltelefon ehrenamtlich besetzt und für das Tierheim dadurch viel Geld gespart.

Ein Tierheim finanziert sich durch

  • Mitgliedsbeiträge (kalkulierbare Jahreseinnahmen)
  • Spenden und Patenschaften (nicht kalkulierbar)
  • Beträge aus Gemeinden für die Übernahme der Fundtiere der jeweiligen Gemeinde
  • Abgabe-und Vermittlungsgebühren (nicht kalkulierbar und nicht kostendeckend)
  • Events (Tag der offenen Tür, Weihnachtsmarkt)

Hohe Fixkosten und hohe „Überraschungskosten“ wie Operationen von Tieren, stehen hier also gegen einen relativ kleinen Anteil an Fixen Einnahmen. Im Verhältnis gerade einmal 20-25%! Von erwirtschafteten Gewinnen kann im Tierschutz, auch wenn das fälschlicherweise leider oft angenommen wird, also nicht gesprochen werden. Das Tierheim ist auf die Mithilfe aller angewiesen, sei es mit Geldzuwendungen oder Ehrenamtlicher Hilfe.

Helfen in der Region, Für die Region
Nur durch Ihre Unterstützung und Hilfe, war es uns möglich seit über 11 Jahren das Tierheim für Tiere und Menschen am Leben zu erhalten und Hoffen weiterhin auf die Unterstützung aller Tierfreunde.

Mit den liebsten Grüßen
Martina Höng
Vorsitzende


Grußwort des Landrats

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Bildquelle: Thomas Geiger

„Ich bin für die Rechte der Tiere genauso wie für die Menschenrechte.“
Abraham Lincoln

Dieses Zitat des 16. Präsidenten der USA hat nichts von seiner Aktualität verloren. Gerade im letzten Jahr gab es viele Fälle, in denen Feuerwehr, Polizei und Landratsamt eingreifen mussten, weil Tiere in der Obhut des Menschen eben nicht gut behandelt wurden. Insgesamt wurden letztes Jahr wieder über 350 Hunde, Katzen, Kleintiere und Reptilien aufgenommen.

Wenn dies geschieht, gibt es hier im Hersbrucker Tierheim und im Tierschutzverein Hersbruck und Umgebung „tierisch in action“ e. V. Menschen, die einfühlsam und engagiert helfen.

Auch das Interesse an der Arbeit des Tierheims und des Vereins wächst immer mehr. Ein Beispiel hierfür war der fast schon traditionelle Weihnachtsmarkt mit ca. 1.000 Besuchern. Immer wieder informieren sich auch Schul- und Kindergartengruppen. Der "Maus-Tag" für Kinder zwischen sieben und 14 Jahren ist jedes Jahr ausgebucht. Auch die Zahl der Schülerpraktikanten nimmt immer mehr zu. Über alle Aktivitäten informiert die einmal im Jahr erscheinende Tierheimzeitung. Ich hoffe, dass sich viele Leserinnen und Leser im Rahmen ihrer Möglichkeiten für das Wohl der Tiere engagieren.

Mein Dank gilt allen, die sich für Tiere einsetzen. Ich wünsche dem Hersbrucker Tierheim und dem Tierschutzverein Hersbruck und Umgebung „tierisch in action“ e.V. weiterhin alles Gute und große Resonanz in der Bevölkerung.

Armin Kroder
Landrat


Grußwort des Ersten Bürgermeisters Robert Ilg

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Bildquelle: Privat

„Tiere sind die besten Freunde. Sie stellen keine Fragen und sie kritisieren nicht!“
(Marc Twain)

Man mag über dieses Sprichwort nachdenken und die unterschiedlichsten Schlüsse ziehen. Vielleicht wäre der eine oder andere froh, sein Hund würde ihm manchmal eine kritische Frage stellen. Ich jedenfalls bin sehr glücklich, dass mich meine liebe Hundedame immer wieder aus dem Alltag, in dem es viele Fragen und auch Kritik gibt, herausholt. Auf unseren Spaziergängen zählt wortloses Einverständnis zwischen uns. Sie gibt mir viel Entspannung, bringt mich auf andere Gedanken und lässt mich unsere Natur noch mehr genießen. Ich möchte nicht auf sie verzichten.

Es gibt allerdings immer wieder Gründe, weshalb ein Tier im Tierheim landet. Entweder als Fundtier oder es wird – oft schweren Herzens- abgegeben. Gelegentlich wird auch eine Beschlagnahmung vom Veterinäramt angeordnet wegen tierschutzwidriger Haltung.

Ein häufiger Abgabegrund ist finanzielle Not und Krankheit bzw. Tod des Halters. Ältere Tiere, die Tierarztkosten verursachen, landen häufig im Tierheim. Andere Abgabegründe wie z.B. die Änderung der Lebenssituation dienen leider manchmal als Ausrede, wenn man seines treuen Vierbeiners überdrüssig ist. Nicht immer sind es nachvollziehbare Gründe.

Ich bin sehr dankbar für unser Tierheim und die Menschen, die sich im Verein engagieren. Es ist unser vertraglich festgelegtes „Fundbüro“ für Tiere. Ohne das Tierheim wäre die Stadt Hersbruck verpflichtet ein eigenes Tierheim mit Fachpersonal, Quarantänestation etc. vorzuhalten, um Fundtiere tierschutzgerecht unterzubringen und auf unbestimmte Zeit ihren Ansprüchen entsprechend zu versorgen. Das wäre nicht nur sehr schwierig durchzuführen, sondern auch sehr teurer.
Für die kommende Zeit wünsche ich unserem Hersbrucker Tierheim alles Gute, ein gutes Gelingen aller Aktionen und eine tragfähige finanzielle Ausstattung.

Robert Ilg
Erster Bürgermeister der Stadt Hersbruck


Liebe Tierfreundinnen, liebe Tierfreunde

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Bildquelle: Privat

Das Tierheim Hersbruck mit seinen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen leistet im Sinne des Tierschutzes eine überragende Arbeit, mit sehr viel Liebe und Hingabe zum Wohle ihrer Tierischen Mitbewohner.

Der Tierschutz und der Umgang mit Tieren, hat für mich einen besonderen Stellenwert. Unsere Haustiere, ob Hund, Katze oder Kaninchen zählen für viele Menschen als besondere Freunde und als Familienmitglieder.

Aber nicht nur Haustiere sondern auch Wildtiere und besonders unsere Nutztiere müssen wir artgerecht halten und mit Respekt und würde begegnen.

Leider sind Tiere vor dem Gesetz immer noch Sachgegenstände, das ist für mich völlig unakzeptabel, solange dies im Deutschen Grundgesetz verankert ist, wird sich leider nicht viel im Umgang mit Tieren ändern. Dafür müssen wir uns alle aktiv einsetzen und dafür auch kämpfen, um dies zu ändern.

Wir alle tragen große Verantwortung, unsere Fauna und Flora zu achten und zu schützen, gerade mit Blick auf die Umwelt und Klimaveränderungen.

Natürlich liegen mir auch benachteiligte und behinderte Kinder sehr am Herzen, seit nunmehr 18 Jahren engagiere ich mich für diese Kinder, sowie dem Tierschutz in Franken, konnte ich bis dato über 500 000 € sammeln und zu 100% weitergeben. Dies ist für mich ein Ansporn, mich weiterhin dem Schutz der Tiere und der Unterstützung für Kinder, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen aktiv zu beteiligen.

Ich wünsche allen Beteiligten im Tierheim Hersbruck, weiterhin so viel Kraft, Engagement und Herzblut zum wohl der Tiere.

Herzlichst Marcel Schneider

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